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29.8.10 pack die Regenjacke ein....

Samstag Mittag:
Marianne und ich haben uns gestern auch auf die Socken gemacht. Sie wollte ausgerechnet (oder gerade deswegen) in eine Ecke, in der sie sich vor 14 Tagen mit einem Freund ziemlich verlaufen hatte. (Ober-Sexau/Waldkirch) Marianne wollte eigentlich von einem stillerem Plätzchen aus starten, als Ausgangspunkt wählten wir jedoch auf mein Drängen hin, eine schöne Wirtschaft in der man(n) auch Kaffetrinken kann, was sich im nach hinein als sehr klug erwiesen hat (nicht nur wg. dem geilen Zwetschgenstreusel!). Es war sehr hügelig und unübersichtlich, und nachdem es dann auch noch zu regen angefangen hat, sind wir nach ner guten dreiviertel h Kaffetrinken gegangen. Nach einer guten halben h war der Himmel dann so blau, wie seit 2 tagen nicht mehr. Also legten wir unsere Regenjacken zum Trocknen im Auto und beschlossen noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Diesmal in die andere Richtung. Dort ging es zwar auch Kreuz und quer, aber nicht so stark bewaldet und mit mehr freier Sicht. So beschlossen wir einen Rundweg zu wagen. Es war schon halb 5 und ich hab geflachst, dass es erst um 9 dunkel wird, wir also noch über 3h Zeit haben, und das sollte reichen. Der Weg wurde aber immer mühsamer, streckenweise gar keine Kennzeichnung, gefühlte falsche Richtungen, die dann wohl doch die richtigen gewesen wären, Wasser und Matsch (die letzten 1,5h mit nassen Füßen, war aber nicht wirklich schlimm) So wurde unsere Runde dann doch länger als geplant und nach 1-2h waren wir nicht mehr sicher, ob wir wieder nachhause finden. ( es soll Leute geben, die nicht so gerne mit mir wandern, weil sie das Abenteuer scheuen) Marianne hat gesagt, wenn sie älter wird, will sie nur noch auf eindeutig gekennzeichneten und gut befestigten Wegen laufen...

Gottseidank war unser Auto an einem markanten Punkt geparkt, zu dem es immer wieder mal Wegweiser gab, ohne die hätten wir wahrscheinlich die Orientierung verloren. 20min vor Ankunft am Ausgangspunkt zogen wieder schwarze Wolken auf und es sah nach heranziehenden Wolkenbruch aus, wir waren jedoch nicht sicher ob wir evt. noch bis zu 45min zu laufen hätten. Schlussendlich haben wirs dann doch geschafft viertel vor 8 wieder am Auto zu sein, und bei den letzten 200m hat es dann wieder angefangen zu regnen. Auf dem Heimweg im Auto hat es dann z.T. wieder geschüttet wie aus Kübeln. Wir sind jedoch dank Wettergott trocken geblieben. Geiler Regenbogen und beeindruckendes Wolkenpanorama inklusive...

26.7.10 Aus war´s mit der Oma

Als ich heute zu ihrer Wohnung kam, stand merkwürdigerweise noch das Auto von der Pflegeschwester vor der Türe. Oben in der Wohnung sah ich die Bescherung. Die Oma lag jammernd am Boden, der Notarzt  prüfte ihren Puls und die Schwester war am Bericht schreiben.

Schwester: "Sie sind der Mittagsdienst? ich denke Sie können wieder gehen, die gute Frau ist gestürzt, hat sich wahrscheinlich den Oberschenkelhals gebrochen und braucht momentan nichts zu essen..." oder so ähnlich.

Bin dann nicht gleich gegangen, sondern wollte erst noch nach meinen Unterlagen schauen. Wieder draußen im Flur war der Doc inzwischen am rumwurschteln und die Schwester immer noch am Bericht schreiben. Ich hab sie dann gefragt, ob sie die Angehörigen schon verständigt hat. Sie meinte dann: "ja haben wir denn überhaupt eine Tel-Nr?" obwohl die Liste mit Notrufnummer im Flur quasi neben der Oma auf der Kommode lag. Ich hab sie dann gefragt, ob ich das für sie übernehmen soll. Das hat sie dann dankend angenommen. Dann fragte ich sie, ob sie denn schon unten in der Wohnung des Sohnes geklingelt hat. Da hat die "gute" Schwester ein verdutztes Gesicht gemacht und mich gefragt, ob ich da mal nachschauen kann. Die "Kinder" der Oma waren nicht da, ich hab sie dann auf dem Handy verständigt, sie wollten dann gleich nachhause kommen.

Bis der Krankenwagen eintraf, hab ich mich dann zur Oma gesetzt und ihr die Hand gehalten, weil die "Mediziner" zu meinem Unverständnis mit was anderem beschäftigt waren, als um sich die Frau zu kümmern. Die Oma hat gejammert und gesagt: "vielleicht kann ich ja dann endlich sterben?" (immerhin war sie ja schon 103 Jahre alt) Darauf hin der Doc ganz trocken: "Vielleicht aber auch nicht"...

22.7.10 Oma´s Traum

Gestern hat sie erzählt, dass sie vom Pfarrer geträumt hat, und dass er ihr gesagt hat, sie solle fluchen!.
Dann hat sie gemeint, dass das bestimmt der Teufel war....

21.7.10 Oma muss hungern

Meine Oma hab ich heute "fast" verhungern lassen: Heute war ich zum ersten mal allein und musste sie selber versorgen. Ihre Schwiegertochter hatte die letzten 2 Tage was gekocht, was ich ihr geben konnte. Heute war in der Küche der Oma nur eine Tomate, ein Ei und ein Pfanne mit Butter. Ich hab dann gedacht, ok. sie bekommt halt ein Rührei, viel isses nicht, aber sie hat ja noch ne 3/4 Brezel und Joghurt gibts auch noch. Also hab ich ihr das Ei in die Pfanne gehauen und serviert. geschmeckt hats ihr, zufrieden war sie auch. Nachdem ich dann die Küche wieder sauber hatte und meine Stunden eintragen wollte kam mir unter dem Block ein Zettel entgegen auf dem Stand:

"Das Essen für Oma steht im Kühlschrank, Sie brauchen es nur in der Mikrowelle warm machen...."

Da die Oma aber schon auf Mittagsschlaf geeicht war und eh zufrieden war, hab ich sie auch in Ruhe gelassen und der Schwiegertochter ein Geständnis geschrieben....

20.7.10 Oma 2. Tag

Gut, die Oma war zufrieden mit mir, muss ja nicht viel tun, freundlich hallo sagen,  ihr das Bett hoch stellen, das Essen bringen, ins Wohnzimmer Zeitung lesen, bis sie fertig ist, Geschirr abräumen, Bett wieder runter stellen un sie dazu überreden ein bißchen bubu zu machen. So lange sie dabei nicht (tot) umfüllt, ist das alles im grünen Bereich.

19.7.2010 Oma betreuen über Sozialdienst

Heute das erste mal:

Oma war ok, ein bißchen schlapp, wollte nicht aus dem Bett. Ich hab halt ein bißchen Smalltalk mit ihr gemacht, das Essen hingestellt, im Wohnzimmer gewartet bis sie aufgegessen und ihr Gebiss abgeleckt hatte, dann das Bett wieder auf Liegeposition, noch ein bißchen Smalltalk was zu trinken gebracht und noch ein bißchen den Kummer der Tochter angehört, dann  wars das. 

18.7.10 Inline Skates - Schauinsland - Einzelzeitfahren

Bin gesund und müde wieder zuhause gelandet. Mangels Top, der mir die Peitsche schwingt, hab ich mich selber auf den Berg hinauf gequält. Ich war ja schon angemeldet und hatte bezahlt, sonst wär ich anbetracht meines Formtiefs gar nicht erst gestartet. Auf jedenfalls bin ich in einem zug durchgekommen, ohne anhalten zu müssen, wenn gleich ich mir trotzdem eine bißchen bessere Zeit erhofft hatte. Ich glaub jetzt war ich 5. von 5, aber so mühsam wie jeder schritt war, kann ich froh sein, dass ich überhaupt den Berg hochgekommen bin. Sauerstoff war genügend da, aber aus den Muskeln war nicht mehr rauszuholen. Oben war ich dann im Gegensatz zum letzten mal komplett geplättet. Kreislauf total in Ordnung, aber ziemlich wacklige Beine (und ein paar Blasen).

Hoch war in prinzip einfach, man musste nur der Straße nach fahren. Runter war dann schon eine logistische Herausforderung: Es gibt eine Bergbahn die geht genau vom Start zum Ziel, mit der hätte man auch wieder runter fahren können. Was ich aber nicht (mehr) wusste, dass man die Talfahrt mit der Bahn noch extra hätte bezahlen müssen. 8€! :-( Selbst wenn ich Geld dabei gehabt hätte, hätte es mir die Nackenhaare gestellt, Ich war davon ausgegangen dass der Rücktransport in der "Kleinigkeit" von 30€ Anmeldegebühren mit enthalten ist. Bei anderen Rennen gibt es sogar einen kostenlosen Sammelbus, oder wenn es rund um einen See geht, auch noch Schiffstransfer.

So hab ich mich halt durchgeschlagen und Leute angehauen, um mit dem Auto wieder mit runtergenommen zu werden. Hat auch nicht allzulang gebraucht, dann hatte ich ne nette frau vom Orgateam gefunden die mich mitnahm. Kleines Problem war nur, dass die Rennstrecke noch gesperrt war und man mit dem Auto um den ganzen Berg herumfahren musste und dann in einer ganz anderen Ecke von Freiburg gelandet ist. Bin dann mit der Straßenbahn gefahren, dann war diese Hürde auch genommen. Jetzt frisch geduscht und ein paar Tage Trainingspause. Das nächste Rennen wäre in 4 Wochen. Ich weiß aber noch nicht, ob ich bis dahin wieder fit bin. Es wäre ein Rennen auf das ich mich gefreut hätte, aber so wie es jetzt ist, kann ich mir das Geld und den Aufwand sparen. Also ist erst mal relaxen angesagt, auch wenn mir das schwer fällt.